17. Juni 2014

Krause im Massensprint eingeklemmt
17.06.2014

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Dennoch achtbarer achter Platz für Jenatec-Radsportler bei Deutscher U23-Meisterschaft in Cottbus Gera/Cottbus. “Vor der Saison hätten wir sofort eingeschlagen, wenn uns jemand einen achten Platz bei der Deutschen Straßenmeisterschaft in der U23 angeboten hätte.” Trainer Lars Wackernagel war also nicht unzufrieden mit dem achten Rang seines Schützlings Robert Krause bei den Nachwuchs-Titelkämpfen am Sonntag in Cottbus. 189,5 Kilometern mussten sich die Fahrer des Teams Jenatec Thüringen quälen. Und, “es wäre sogar noch mehr für uns drin gewesen”. Deshalb klingt auch ein bisschen Wehmut in der Stimme des Trainers mit, wenn er an das Rennen zurückdenkt. Ziemlich schnell hatte sich in Cottbus eine größere Ausreißer-Gruppe gebildet. Mit dabei: Die Jenatec-Pedaleure Jonathan Dinkler und Maximilian Friesinger. Über vier Minuten betrug zwischenzeitlich der Vorsprung auf das Hauptfeld. Da das aber kräftig Druck machte, reichte es für die Ausreißer nicht, die letzten wurden vier Kilometer vor dem Ziel eingefangen. Die beiden Jenatec-Fahrer hatte Lars Wackernagel, der die ausweglose Situation erkannte, da schon zurückbeordert. Sie sollten für Robert Krause den Sprint anziehen. Doch irgendwie verloren sich die Thüringer, die alle dem jüngsten Nachwuchsjahrgang angehören, aus den Augen. Krause war auf sich allein gestellt, “leider war er auch etwas eingeklemmt, hat sich mit dem achten Rang aber gut aus der Affäre gezogen”, findet sein Trainer. Im Massensprint setzte sich am Ende Maximilian Walscheid vom Team Stölting vor seinem Mannschaftskollegen Phil Bauhaus und Erik Bothe vom Team Bergstraße durch. Für das Team Jenatec Thüringen war die Platzierung unter den besten zehn Fahrern dennoch das nächste Achtungszeichen einer bislang sehr erfolgreichen Saison. Für Lars Wackernagel ist das keine Überraschung: “Ich habe schon beim Training im Winter gesehen, dass die Mannschaft großes Potenzial hat. Einzig im taktischen Bereich mussten die Jungs zulegen, lernen, dass man als Team viel größere Chancen hat. Und das haben sie auch recht schnell getan.” Ab Freitag wartet mit der Oberösterreichrundfahrt – ein Etappenrennen, bei dem auch Profiteams an den Start gehen – der nächste Härtetest. Schon am folgenden Wochenende müssen sich die Thüringer bei den Deutschen Meisterschaften der Elite beweisen. Holger Zaumsegel / 17.06.14 / OTZ www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Team-Jenatec-Krause-im-Massensprint-eingeklemmt-458646095

13. Mai 2014

Jenatec Thüringen holt Podestplatz bei Erzgebirgs-Rundfahrt
13.05.2014

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Foto: Martin Brand – JENATEC THÜRINGEN
 
 
 
Großes Saisonziel früh erreicht: Sven Forberger klettert auf Rang zwei bei der 35. Erzgebirgs-Rundfahrt. Chemnitz. Das Team Jenatec Thüringen hat gestern Nachmittag ein großes Saisonziel schon im zweiten Bundesliga-Rennen erreicht. Mit Sven Forberger landete ein Radsportler aus dem Freistaat auf dem Podest nach der 35. Erzgebirgs-Rundfahrt. Als Zweiter überquerte der Jenatec-Routinier die Ziellinie – 18″Sekunden hinter Sieger Marcel Fischer vom Team Rothaus. Etwa 30 Kilometer nach dem Start war Forberger bei einer Attacke mitgegangen, es bildete sich schnell eine dreiköpfige Spitzengruppe aus ihm, Fischer und Felix Donath vom Ked Stevens Team Berlin. Bis zu vier Minuten fuhren die drei Radsportler bei ihrer Klettertour durchs Erzgebirge auf das Hauptfeld heraus. Bei einem der letzten Anstiege attackierte Fischer, Forberger konnte nicht folgen, war mit seinem zweiten Platz aber mehr als zufrieden. Sven Forberger, der zum SSV Gera gehört, hat damit ein von Teamleiter Martin Brand wenige Tage zuvor im OTZ-Gespräch geäußertes Saisonziel schon im zweiten Bundesliga-Rennen erreicht. Lukas Steger (SSV Gera) und Jonathan Dinkler (RSV Greiz) auf den Plätzen 47. und 48. rundeten das gute Mannschaftsergebnis für das Team Jenatec Thüringen ab. In der Mannschaftswertung stand Rang sechs zu Buche, in der Gesamt-Mannschaftswertung sind die Thüringer jetzt Achter. Lukas Steger kletterte durch seinen 47. Platz in der U23-Gesamtwertung der Bundesliga, die seit dieser Saison auch wieder für ältere Semester geöffnet wurde, auf den dritten Platz. “So kann es weitergehen”, freute sich Martin Brand. Am kommenden Wochenende stehen für Jenatec zwei Rennen in Bayern an, ehe eine Woche später mit der Tour de Berlin ein weiterer Saison-Höhepunkt wartet. Holger Zaumsegel / 12.05.14 / OTZ

31. März 2014

Erfolgreiches Radsportwochenende für JENATEC THÜRINGEN!
31.03.2014

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Siege durch Friesinger und Krause, sowie ein 3.Platz durch Dinkler.
 
 
 
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Ascheffel/ Nortorf / Zusmarshausen
 
 
 
Nachdem der JENATEC THÜRINGEN Sportler Robert Krause am Samstag den 29.03.2014 beim „23. Rund um Ascheffel“ schon mit seinem 2. Platz erfolgreich sein konnte, so legte er bei dem zweiten Rennen im hohen Norden Deutschlands nochmal nach und gewann beim „Giro Nortorf“. Sein Teamkollege Jonathan Dinkler landete auf Platz 3 hinter Oliver Schneider (Rockefeller Cycling Team).

Zeitgleich fuhren die Sportler Maximilian Friesinger, Lukas Steger und Pascal Diemar im bayrischen Zusmarshausen um den „41. Schwarzbräu Straßenpreis“.

Nachdem es zu einem Massensturz kam in dem auch Lukas und Pascal verwickelt waren, konnte Lukas das Rennen wieder aufnehmen. Nach der zweiten Zieldurchfahrt setzte sich eine 8 Mann starke Gruppe vom Hauptfeld ab. Mit vertreten war Maximilian Friesinger der nach 108km alles auf eine Karte setzte und den Schlussspurt 500Meter vor dem Ziel eröffnete und auch gewann.

Ich freue mich über das Ergebnis meiner Sportler und auch darüber, dass Robert und Maximilian durch Ihren Sieg nun in die B-Klasse aufsteigen konnten. Trotzdem sollten wir nun nicht übermütig werden und uns auf die nächsten Rennen konzentrieren. Ich bin froh das Lukas und Pascal bei dem Massensturz in Zusmarshausen bis auf Schürfungen und Prellungen weiter nichts passiert ist. (Manager: Martin Brand)

Das Team wird sich nun diese Woche wieder auf das Training konzentrieren und in der kommenden Woche wieder von neuem angreifen in Mettmann, Uedem, Aichach und Berlin.

22. September 2013

Super Saisonabschluss mit Platz 4 beim Bundesligarennen in Cottbus
22.09.2013

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Super Schlussergebnis für Jenatec Cycling!! Erik Bothe wird heute 4. und gewinnt gleichzeitig den Hauptfeldsprint nachdem sich 3 Fahrer mit einem Vorstrung von knapp 4Minuten ins Ziel retten konnten! Eric Metzke wird 23., Patrick Lichan 63. und Pascal Diemar 70. Platz.

Tages- Gesamtmannschaftswertung wären wir heute auf Platz 2 aber leider fehlte uns zum Glück ein U23 Fahrer. Daher leider nicht auf der Wertungssliste

Trotzdem ein Top Ergebnis mit einer sehr guten Mannschaftsleistung.

26. Juli 2013

ENATEC-Cycling-Sprinter Erik Bothe fährt zweiten Platz bei Bundesliga-Rennen in Konstanz ein
26.07.2013

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20-Jähriger vom SSV Gera 1990 landet damit sein bislang bestes Ergebnis und rangiert in der Gesamtwertung an neunter Stelle
 

Von Daniel Förster (Text)
 
 

Konstanz / Jena / Gera. Starker Auftritt von Erik Bothe beim fünften Rad-Bundesligarennen der Saison in Konstanz: Der 20-jährige Sprinter vom thüringischen Team JENATEC Cycling kurbelte nach 156 Kilometern (13 Runden) auf einem welligen Kurs im Stadtteil Dittlingen als Zweiter über den Zielstrich. Und das nach 3:47:07 Stunden im Massenspurt einer 49 Radsportler umfassenden Gruppe. Den Großen Straßenpreis von Konstanz gewann Alexander Grad (23) vom Team Heizomat, der nur Zentimeter vor Bothe über den Schlussstrich rollte. Dritter wurde Silvio Herklotz (19) vom Team Stölting.

Über zwei Drittel des Rennens, das über die Mittagszeit bei einer drückenden Hitze und Temperaturen um die 32 Grad Celsius ausgetragen wurde, bestimmte eine mehrköpfige Spitzengruppe das Geschehen. Die war sich ab dann jedoch uneins und wurde vom Peloton geschluckt. In der finalen Phase kontrollieren die Teams Heizomat und Stölting das Feld. Sie ließen keine Attacken mehr zu, so dass die Entscheidung letztlich im Sprint fiel.

Für Erik Bothe hätte durchaus auch ein Sieg herausspringen können. „Ich war im Finale nicht optimal positioniert, war im Feld eingebaut und musste einen Umweg nach vorn fahren.“ Und das kostete den Radsportler vom SSV Gera 1990 wertvolle Sekunden. Dennoch fuhr er mit dem zweiten Platz in Konstanz sein bisher bestes Ergebnis in der U23-Radbundesliga ein. In der Gesamteinzelwertung von knapp 150 Rennfahrern in der U23-Radbundesliga rangiert der Radsportler an neunter Stelle – er ist Bester seines Teams. Eine Woche zuvor trat Bothe nach dem siebenten Altenburger Wenzelkriterium aufs Treppchen. Er wurde bei dem Punkterennen über 75 Kilometer (60 Runden) Dritter. Nach 60 Runden setzte sich Philipp Zwingenberger (20) vom KED-Stevens Team Berlin vor Tobias Barkschat (22) vom westsächsischen Team Ur-Krostitzer Univega durch. (df)

27. Mai 2013

JENATEC-Cycling-Sprinter Erik Bothe vom SSV Gera 1990 wird Thüringer Straßen-Vizemeister
07.05.2013

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20-jähriger Sprinter kommt auf anspruchsvollem Kurs an Radprofi Nils Plötner nicht vorbei
 
 

Von Daniel Förster (Text und Foto)
 
 

Gera / Greiz. Elite-Radsportler Erik Bothe vom SSV Gera 1990 ist in Thüringen Vizelandesmeister auf der Straße geworden. Der für das Team JENATEC Cycling startende 20-jährige Leipziger kam bei dem 80,4 Kilometer langen Rundstreckenrennen (zwölf Runden) in Gottesgrün bei Greiz an Nils Plötner vom Team Stölting nicht vorbei. Der Radprofi aus St. Gangloff verwies Bothe auf der technisch anspruchsvollen, durchweg hügeligen Schleife auf den zweiten Platz. Der 23-jährige Plötner gewann die Thüringer Landesmeisterschaft 1er Straße nach 2:08:22 Stunden und verteidigte seinen Vorjahressieg. Dritter wurde der Geraer Sascha Damrow (26) vom westsächsischen Team Ur-Krostitzer Univega (Delitzsch). (df)

08. April 2013

Triumph für die JENATEC-Cycling-Elite auf der Schlussetappe in Marokko – Erik Bothe sprintet bei der Massenankunft in Casablanca als Zweiter über den Zielstrich
08.04.2013

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Sprinter muss sich auf den letzten Metern im Massensprint marokkanischem Olympiastarter geschlagen geben – 20-Jähriger wird als bester deutscher Fahrer Sechster in der U23-Wertung

 

Von Daniel Förster (Text und Fotos)

 
 

Gera / Jena / Rabat. Krönender Abschluss der internationalen und anspruchsvollen Marokko-Rundfahrt (Tour Du Maroc, UCI-Kategorie 2.2) für JENATEC-Cycling- Sprinter Erik Bothe: Der 20-jährige Rennradfahrer vom SSV Gera 1990 spurtete auf der zehnten und letzten Etappe auf den zweiten Platz. In der Massenankunft von 41 Pedaleuren musste sich der Neuzugang des thüringischen Eliteteams auf der Zielgeraden dem Lokalmatadoren Soufiane Haddi (22) geschlagen geben. Nur wenige Zentimeter trennten Bothe von dem Londoner Olympiastarter des Vorjahres. Der Marokkaner gewann den Tagesabschnitt über 126 km von El Jadida nach Casablanca an der Atlantikküste in 3:57’49” Stunden.

Nach insgesamt neun Etappen – die vierte von zehn geplanten wurde wegen schlechtem Wetters abgesagt – über insgesamt 1363 km hat Erik Bothe die Rundfahrt als bester deutscher Nachwuchsfahrer (U23) mit dem sechsten Platz beendet. Unterm Strich hatte er 22.15 Minuten Rückstand auf den Spitzenreiter. Auf fünf von neun Tagesabschnitten landete der einstige Kader des SC DHfK Leipzig unter den TopTen. Vor allem ab der sechsten Etappe hatte sich Erik Bothe immer mehr gesteigert.

Die Rundfahrt im Königreich Marokko mit knapp 100 Fahrern von 16 Teams aus 14 Nationen gewann der Franzose Mathieu Perget vom Team CMI-Greenover in 37:40’05” Stunden. Der 28-jährige hatte auf seine Verfolger – dem Slowaken Maroš Kováč (35, Nationalmannschaft der Slowakei) und dem Kasachen Andrey Mizurov (40, Konya Torku Şeker Spor-Vivelo) – 6’49” Minuten Vorsprung. Durch seinen Podiumsplatz auf der Schlussetappe holte Erik Bothe – der beste Fahrer des Teams – auch in der Gesamtwertung auf. Er wurde Gesamt-24.

JENATEC-Cycling-Teamkapitän Eric Metzke (20) landete auf dem 51. Platz – 17. der U23-Nachwuchswertung, Pascal Diemar (20) auf dem 49. Platz – 15. der U23-Nachwuchswertung. In der Teamwertung der Tagesetappen trug sich das Team JENATEC Cycling an neunter Stelle in die Ergebnislisten ein.

„Mit so einem guten Resultat habe ich nicht gerechnet“, freut sich der sportliche Teamleiter Martin Brand. „Vor allem Erik hat eine super Leistung hingelegt“, jubelt der durchaus überraschte Chef. (df)

im FOTO: Sprinter Erik Bothe aus Leipzig, der beste Fahrer des Teams Jenatec Cycling und zugleich bester Deutscher hat mit dem sechsten Platz auch in der Nachwuchswertung die beste Platzierung. Foto: Daniel Förster

14. März 2013

JENATEC Cycling startet mit achtköpfiger Elite – darunter einigen neuen Gesichtern – in die Straßensaison
14.03.2013

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Erste Herausforderung ist die Marokko-Rundfahrt Ende des Monats

 

Sprinter Arne Kenzler und Allrounder Thomas Reichardt kurbeln 2013 im professionellen Continental-Team

 

Von Daniel Förster (Text / Foto: Michael Deines)
 
 

Jena / Gera. Das thüringische Radsportteam JENATEC Cycling hat die Weichen für die neue Saison gestellt. Acht Rennfahrer umfasst das Aufgebot der Eliteabteilung, die sich zu einer Hälfte aus erfahrenen Talenten und Hoffnungsträgern sowie zur anderen Hälfte mit neuen Gesichtern präsentiert. Die Jung-Profis Arne Kenzler (23) und Thomas Reichardt (20) sind aufgestiegen. Die beiden gehören nun zum neugegründeten Continental-Rennstall „Bergstraße- JENATEC”, freut sich Teammanager Martin Brand. „Ich bin froh, dass sie den Sprung in die Profiliga geschafft haben.“ Vor allem Sprinter Arne Kenzler hätte sich toll entwickelt, hebt Brand dessen guten Leistungen hervor.

Aber nicht nur darüber jubelt der Geraer. Er freut sich auch, dass der radsportbegeisterte Hauptsponsor, die Personaldienstleistungen anbietenden Jenaer Industriemontage GmbH von Geschäftsführer Peter Schmidt auch die Sportler der dritten Profidivision maßgeblich unterstützt. Die professionelle Equipe, die sich aus dem in Weinheim (Baden-Württemberg) beheimateten Team Bergstraße und dem Team JENATEC Cycling mit Sitz in Jena (Thüringen) zusammenschloss – startet mit 13 Pedaleuren in seine erste Saison.

Aushängeschilder der neuen JENATEC-Cycling-Elite, die mit allen Fahrern beim SSV Gera 1990 verankert ist und wieder in der Bundesliga-Rennserie mitmischen wird, sind Berg- und Zeitfahrspezialist Eric Metzke (20) und Sprinter Patrick Renner (20), die dem Team ein weiteres Jahr zur Stange halten, sowie Neuzugang Eric Bothe (20). „Dem Trio traue ich am meisten zu, auch in dieser Saison für sichtbare Einzelerfolge zu sorgen“, sagt Manager Martin Brand. Mit Erik Bothe wechselte ein Sprinter vom LAV Makranstädt, der nationalen Konkurrenz, nach Thüringen. In ihn setzt Brand große Hoffnungen. „Er hat sich in den zurückliegenden beiden Jahren bereits bei mehreren Etappen der Tour de Berlin, der Oder-Rundfahrt und bei Bundesligarennen unter den Top Ten platziert und dürfte für einige Überraschungen gut sein.“ Außer ihm gibt der Teamchef mit Jakob Höfer (18), Pascal Diemar (20) und Florian Wille (24) drei weiteren Neuzugängen die Chance, sich zu etablieren.

Höfer ist Bahn- und Straßenspezialist. Der Athlet aus Sankt Gangloff kommt vom Stevens Junior Team Thüringen. Bei JENATEC Cycling bestreit der sprintstarke Pedaleur, der auch im Zeitfahren auftrumpfen kann, sein erstes Jahr in der Männerklasse. Der vorjährige Thüringer Vize-Landesmeister Straße gewann zuletzt das Döbelner Nachtbergzeitfahren. „Er muss sich erst an die neuen Anforderungen der nächsthöheren Klasse erst gewöhnen.“ Neu im Kader ist auch Pascal Diemar, der bislang zum RC Amor Hamm gehörte. Nach seinem ersten Männerjahr will der Allrounder bei einigen Bundesliga-Rennen unter den Top 20 landen. Vierter Neuzugang ist der Florian Wille. Er hatte sich 2011 und 2012 beim Team Collos des Dresdner SC 1898 in den Dienst der Mannschaft gestellt und will das jetzt bei den Thüringern. Die beiden Geraer Danilo Kupfernagel und Martin Brand bleiben dem Steherbusiness treu. Letzterer hat im Spätsommer Thomas Barth, ehemaliger Kapitän der DDR-Friedensfahrtauswahl, als Teammanager abgelöst.

Die Elite-Truppe haben fünf Rennfahrer verlassen. So die beiden Bahn- und Straßenspezialisten Erik Mohs (26) und Tobias Barkschat (21). Beide wechselten zum Leipziger Team UrKrostitzer – Univega. Der sprintschnelle Mohs, Europameister und Weltcup-Sieger im Madison 2009 mit dem Erfurter Marcel Barth, fuhr 2012 im JENATEC-Trikot drei Siege ein. Er gewann u.a. die zweite Etappe der 33. Internationalen Oderrundfahrt und landete auf zwei Etappen der internationalen Bulgarienrundfahrt auf dem Podest. Sein Anfahrer Tobias Barkschat beendete am Amazonas die XXIII. internationalen Tour de Guyane in Französisch-Guayana als Gesamtzweiter.

Nicht mehr im JENATEC-Cycling-Kader ist auch Ron Pfeifer (21), der in der zurückliegenden Saison einen schweren Sturz verschmerzen musste. Nach einem Amateurjahr erlangte er wieder Profistatus und tritt erneut in der dritten Radsportliga in die Pedale. Er unterschrieb beim Team Quantec-Indeland (Stolberg bei Aachen), dass ihm kurzfristig ein Angebot unterbreitet hatte. Der amtierende Deutsche Stehermeister Florian Fernow (31), der 2012 fünfmal auf dem obersten Treppchen stand, fährt jetzt nur noch in den Farben seines Vereins Zehlendorfer Eichhörnchen. Allrounder Felix Rieckmann (20) hat beim MLP-Radteam (Baden) unterschrieben. Newcomer Alexander Schmidt (19) aus Wernigerode hat seine aktive Karriere beendet.

Hinter JENATEC Cycling liegt ein weiteres erfolgreiches Jahr. Mit Sprinter Arne Kenzler und Thomas Reichardt, Allrounder mit Zeitfahrqualitäten, haben zwei Rennfahrer aus den Reihen des Teams den Sprung in die Profiliga geschafft. Allein die Elite-Rennfahrer fuhren über 15 Siege ein und fanden sich über 90mal auf dem Podium mit zweiten und dritten Plätzen wieder. An die Bilanz wollen die „Alten und Neuen“ anknüpfen.

„Insgesamt wartet auf die Jungs neben der Serie in der U23 Bundesliga wieder ein sehr interessantes Rennprogramm“, sagt Brand. Mit der Tour du Maroc (Marokko-Rundfahrt) Ende März steht nämlich gleich die erste Rundfahrt an. Aber auch Etappenrennen in Deutschland, Polen, Tschechien oder wieder in Französisch-Guyana sind angedacht. Die Fahrer haben ihre ersten Trainings- und Wettkampfkilometer bereits hinter sich. Saisonauftakt war vor einer Woche auf Mallorca.

Unter dem Dach von JENATEC Cycling pedalieren auch weiterhin die Senioren bei den „Jenatec Cycling Masters“ und die Jedermänner, die „Jenatec Cycling funracer“. Beide Gruppen hätten sich im zurückliegenden Jahr gut etabliert, resümiert Teamchef Martin Brand.

Das Aufgebot von JENATEC Cycling 2013:

Elite – Patrick Renner (20), Eric Metzke (20), Eric Bothe (20), Jakob Höfer (18), Pascal Diemar (20), Danilo Kupfernagel (24), Martin Brand (24), Florian Wille (24) – alle SSV Gera 1990

„Bergstraße-JENATEC”, Profis – Arne Kenzler (23) und Thomas Reichardt (20)

14. Dezember 2012

Radsport-Team Jenatec Cycling wird professioneller
 
Radsport: Jenatec Cycling bildet mit Team Bergstraße ein Continental-Team. Schritt hin zum professionellen Radsport
 
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Peter Schmidt führt Jenatec Cycling seit sechs Jahren. Foto: Peter Poser
 
 
Jena. Rüdiger Selig hat es geschafft. Der 23-Jährige erhielt einen Vertrag beim russischen Katjusha-Team, kurbelt in der ersten Liga des Profiradsports. Seine Ausbildung erhielt der Zwenkauer von 2008 bis 2011 beim Team Jenatec Cycling.

“Rüdigers Entwicklung freut uns”, sagt Jenatec-Teamchef Peter Schmidt. Und mit einer Weiterentwicklung der Thüringer Radrenngemeinschaft soll weiteren Rennern der Aufstieg in den Profisport erleichtert werden. Doch der Sprung von einem Eliteteam wie Jenatec Cycling zu einem Profirennstall wie Katjusha ist groß, für viele zu groß. Bessere Möglichkeiten, die Nachwuchsrenner auf ein Profikarriere einzustellen, bietet ein UCI Continental Team das in der dritten Liga des internationalen Straßenrennsports unterwegs ist. “Da wird allein finanziell ein anderes Rad gedreht. Um ein Continental-Team seriös zu führen, braucht man mit weniger als 200 000 Euro nicht anzufangen”, sagt Peter Schmidt, Geschäftführer der Jenatec GmbH.

Was tun? Der Gedanke reifte, den Weg zum internationalen Radsport über eine Fusion mit einem anderen Team zu gehen. “Es gab mehrere Anfragen”, sagt Schmidt. Das Team Jenatec Cycling hat sich über die Jahre einen Namen gemacht als seriöser, verlässlicher Partner. In der neuen Saison bildet Jenatec Cycling mit dem Team Bergstraße, ansässig in Weinheim, ein Continental-Team. “Von der Art und Weise wie sie ihr Team führen, den Nachwuchs entwickeln, haben die Weinheimer am besten zu uns gepasst”, sagt Schmidt. Man kenne sich aus der bisherigen U23-Bundesliga, von diversen Rundfahrten wie der Thüringen-Tour. “Wir sehen uns nicht mehr als Talenteschmiede nur für andere Teams”, sagt Schmidt, “nein, wir wollen unsere eigenen Fahrer in einem Continental-Team weiterentwickeln, Konkurrenz und Ehrgeiz im Eliteteam schüren.”

Die jeweils leistungsstärksten Fahrer der beiden Teams bilden den Grundstock des Continentalteams Bergstraße-Jenatec, “das mit weiteren Fahrern von außen aufgestockt wird”.

Die Teammanager Steffen Höblich (Jenatec) und Danilo Carotti (Bergstraße) werden die Mannschaft paritätisch führen, die Einsätze der Renner bei den Klassikern und den Rundfahrten wie der Bayern- oder Thüringen-Tour koordinieren. Als Team Bergstraße-Jenatec will die baden-württembergisch-thüringische Gemeinschaft in der U25-Bundesliga angreifen. “Unser Anspruch sollte ein Platz unter den drei besten deutschen Nachwuchsteams sein”, sagt Schmidt. Die Kooperation mit den Weinheimern sei nicht nur auf eine Saison angelegt. “Wir wollen etwas aufbauen, den nächsten Schritt zu einem professionell geführten Radsport gehen”, sagt Schmidt, “wir streben eine langfristige Zusammenarbeit an”.

Das Continental-Team Bergheim-Jenatec ist als neuer Überbau zu verstehen, das bisherige Eliteteam Jenatec Cycling und auch das Jenatec-Masters-Team wird es weiter geben. “Wir wollen mit dem Continental-Team etwas aufbauen, in eine professionelle Richtung gehen, ohne etwas kaputt zu machen.”

01. Oktober 2012

Eric Metzke (SSV Gera 1990) und Torsten Kunath (RC Gera ’92) gewinnen fünftes Nachtbergzeitfahren in Döbeln, Copyright by Daniel Förster
01.10.2012

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19-Jähriger Jenatec-Cycling-Rennfahrer feiert zweiten Saisonsieg auf der Straße

 

Torsten Kunath (48) vom RC Gera ’92 gewinnt das Mastersrennen

 

Von Daniel Förster (Text und Fotos)

 

Gera / Döbeln. Rennradfahrer Eric Metzke vom SSV Gera 1990 hat das fünfte Nachtbergzeitfahren der Elite in Döbeln gewonnen. Damit belohnte sich der 19-Jährige, der im Trikot des Teams Jenatec Cycling (Thüringen) in die Pedale tritt, mit dem zweiten Sieg in der zu Ende gehenden diesjährigen Straßenrennsaison. Erik Metzke hatte bei den zwei Läufen an einem 1,2 Kilometer langen Berg mit 17 Prozent Steigung am Döbelner Stadtrand jeweils die schnelleren Beine (3:04,85 Minuten und 3:05,94 Minuten). Den zweiten Lauf gewann er mit einem deutlichen Vorsprung von acht Sekunden vor seinem Verfolger Stefan Zeidler (25) vom RSG Muldental Grimma.

„Das ist für mich ein großer Erfolg zum Saisonschluss“, jubelte Metzke. Zuletzt hatte der ambitionierte Radsportler, der eine Ausbildung zum Physiotherapeuten macht, das 104,5 Kilometer lange Rundstreckenrennen um den Pfingstpreis von Dautphe in Hessen gewonnen und damit seinen ersten Sieg in der Männerklasse, in die er voriges Jahr aufgestiegen ist, verbucht. Aber auch in der Bundesliga der U23-Männer setzte Metzke in dieser Saison ein Achtungszeichen. Im schwersten Rennen der Serie, einem bergigen Tagesabschnitt über 120 Kilometer in Ilsfeld-Auenstein (Kreis Heilbronn in Baden-Württemberg) sprintete er als achter über den Zielstrich – sein bislang bestes Resultat in der Rennserie.

Nach dem Münsterland-Giro am 3. Oktober gönnt sich der junge Mann zwei Wochen Saisonpause. Dann beginnt der bislang auch erfolgreiche Querfeldeinfahrer mit dem Training für seine Crosssaison. In die startet er Ende Oktober mit Rennen der Bioracer-Cross-Challenge-Serie. Außerdem steht im November der Deutschland Cup in Gelenau / Erzgebirge auf seinem Wettkampfprogramm. Den hatte er vor zwei Jahren in der Juniorenklasse gewonnen.

Beim Nachtzeitfahren in Döbeln siegte noch ein weiterer Geraer. Im Masters Rennen gewann Torsten Kunath (48) vom RC Gera ’92, der für das Masters Team Jenatec (RG – Masters) startet. Kunath jubelte nach 3:22,25 Minuten vor Michael Schaefer (45) vom RSV Speiche und seinem Teamkollegen Thomas Weitzmann (48), die mit zwei bzw. fünf Sekunden Rückstand ins Ziel kamen. (df)