26. September 2014

1. Gelungene Erst-Saison für Jenatec Thüringen
26.09.2014

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1. Gelungene Erst-Saison für Jenatec Thüringen 25.09.2014 – 07:00 Uhr Aller Anfang ist leicht: Diesen Eindruck vermittelten in dieser Saison zumindest die Radsportler des neu formierten Team Jenatec Thüringen. Nahezu wöchentlich kamen die positiven Meldungen – ein Sieg hier, ein Podiumsplatz da und dort ein Achtungserfolg. Gera. Aller Anfang ist leicht: Diesen Eindruck vermittelten in dieser Saison zumindest die Radsportler des neu formierten Team Jenatec Thüringen. Nahezu wöchentlich kamen die positiven Meldungen – ein Sieg hier, ein Podiumsplatz da und dort ein Achtungserfolg. Es hat sich gut angelassen, findet auch Teammanager Martin Brand: “Wir sind mit dem ersten Jahr sehr zufrieden.” Und Brand hat genauer nachgezählt. Sieben Siege, 93 Platzierungen unter den Top 15 und 15 bis 20 Podiumsplätze. Das kann sich sehen lassen, und das Team Jenatec hat sich deutschlandweit einen Namen als Ausbildungsmannschaft gemacht. Zwei Fahrer hebt Brand hervor: Robert Krause und Konrad Geßner hätten besonders überzeugen können. “Robert Krause ist der typische Sprinter. Er ist immer für einen Etappensieg gut. Und Konrad hat von unseren Fahrern wahrscheinlich das größte Potenzial.” Leider, sagt der Teamleiter, habe die Mannschaft im Saisonverlauf auch viel mit Verletzungen zu kämpfen gehabt. Der Greizer Jonathan Dinkler zum Beispiel, der sein großes Talent immer wieder zeigte, musste länger pausieren. “Am Saisonende waren viele Fahrer grau, wie wir Radsportler sagen.” Die Luft war also raus, nur noch ein kleiner Teil des Zwölfer-Teams stand zur Verfügung. “Deshalb haben wir die Saison schon beendet”, sagt der Teammanager. Sportlicher Höhepunkt für ihn sei die Rundfahrt in Französisch-Guayana gewesen. Das Abenteuer im August in Südamerika war fürs Team Jenatec auch erfolgreich. Robert Krause gewann eine Etappe, Konrad Geßner wurde an diesem Tag Dritter. “Aber auch den zweiten Platz von Sven Forberger bei der Erzgebirgs-Rundfahrt, einem Bundesligarennen, würde ich zu den wichtigsten unserer Erfolge zählen.” Alle Ziele seien aber noch nicht erreicht. So hatte sich das Team mehr als Gesamtrang zwölf in der Bundesliga ausgerechnet. “Dadurch, dass seit diesem Jahr auch ältere Fahrer teilnehmen können, war es um einiges schwerer, gute Ergebnisse zu erzielen.” Zumindest in der Nachwuchswertung kam Jenatec unter die Top zehn. Derweil wird schon fleißig an der neuen Mannschaft gebastelt, wenn auch noch nichts spruchreif ist. “Zum Glück können wir auch in der nächsten Saison wieder auf unsere Sponsoren Jenatec Industriemontagen, P&S Metalltechnik sowie Allianz Kristian Bartsch bauen.” Der Radsport sei im Aufwärtstrend, sagt Brand, der sich über die Treue der Geldgeber freut und so auch für das kommende Jahr eine schlagkräftige Mannschaft aufbauen kann. Der Kern des Teams bleibe zusammen, dennoch stehen schon jetzt zwei Abgänge fest. Maximillian Friesinger und Eric Metzke wollen sich künftig mehr auf Studium beziehungsweise Beruf konzentrieren. Ihre Sättel werden neu besetzt. Nur mit wem, ist eben noch unklar. Klar sei dafür, dass Jenatec, das eng mit dem Thüringer Radsport-Verband zusammenarbeitet, vor allem auf Sportler aus dem Freistaat setzen will. Einer der Kandidaten sei Martin Kittel, der kleine Bruder vom mehrfachen Tour-de-France-Etappensieger Marcel. “Er ist ein Rohdiamant, den unser Trainer Lars Wackernagel noch schleifen müsste”, sagt Brand. Fest stehe aber noch nichts. Bei ihm lägen zahlreiche Bewerbungen auf dem Tisch. Für 2016 hat er aber schon einige Talente vom SSV Gera 1990 ins Visier genommen, verrät er. “Dort wird eine hervorragende Nachwuchsarbeit geleistet”, sagt der Jenatec-Teammanager. Holger Zaumsegel / 25.09.14 / OTZ

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